Der Bogenhanf ist Mitglied der Agavengewächse und trägt den Beinamen
„Zimmerheld“. Diese Pflanze hält nicht nur wochenlange Trockenheit, sondern
auch zu dunkle Standorte oder generell unzureichende Pflege aus. Der deutsche Beiname rüht daher, dass aus den dicken Fasern der wasserspeichernden Blätter Bogensehnen erzeugt
wurden. Im Handel findet sich ein Angebot an vielen verschiedenen
Sorten der Sansevieria trifasciata.
BeschreibungDie Blätter des Bogenhanfs sind schwertförmig, bilden eine Rosette und haben hellgrüne Flecken. Die Pflanze wird bis zu 1 m hoch. Die Blüten verströmen einen starken Duft und sind gelblich. Die Pflanze kommt allerdings nur selten zur Blüte. Der Bogenhanf enthält giftige Saponine. Die Symptome einer Vergiftung sind Übelkeit und Erbrechen sowie Krämpfe und Durchfall. Die Giftstoffe sind auch in der Lage das Blut zu zersetzen. In Tierversuchen hat die Pflanze auf Ratten und Mäuse tödlich gewirkt. HerkunftDer Bogenhanf ist Mitglied der Agavengewächse und
kommt aus dem tropischen Westafrika. Die Pflanze wird vielfach auch im deutschen mit ihrem wissenschaftlichen Gattungsnamen bezeichnet, ein weiterer Name ist Bajonettpflanze. Den Gattungsname Sanseveria erhielt das Gewächs zu Ehren von Fürst Raimond v. Sanseviero (1710-1771). Der Artname trifasciata heißt dreigebündelt, weil jeweils 3 Blätter zusammen einen Sproß bilden. Der Name Bogenhanf rührt daher, weil die Pflanze früher zur Herstellung von Bogensehnen verwendet wurde.
Standort
Dem Bogenhanf ist
die direkte Sonneneinstrahlung nicht so verträglich, zu dunkel sollte der
Standort aber auch nicht sein. Um einem Faulen der fleischigen Wurzen
vorzubeugen, sollte das Gewächs an kühleren Plätzen deutlich trockener gehalten
werden. Eine kräftige Erde hat er besonders gerne, in der auch Lehm
und Zusätze wie Bimsstein sein können.
Damit die
Sansevieria trifasciata prächtig gedeihen kann, sollte die Raumtemperatur 20° C
betragen. Fällt die Temperatur unter 12° C, kann bei der Pflanze Fäulnis
einsetzen. Der Bogenhanf sollte vor kaltem Zug durch Ritzen an den Fenstern
bewahrt werden.
Pflege
Beim Gießen
sollte es vermieden werden, der Pflanze zuviel Wasser zuzuführen - sie kommt
mit Trockenheit ohne weiters zurecht. Zwischendurch sollte der Staub von den
Blättern entfernt werden - dies lässt sich am besten durchführen, indem man die
Blätter einfach in der Dusche oder Badewanne abwäscht. Während der
Wachstumsphase des Bogenhanfes - von März bis Oktober - sollte er regelmäßig
gedüngt werden. Beim Düngen ist darauf Acht zu geben, dass nicht auf trockene
Wurzelballen gedüngt wird - das kann Verbrennungen an den Wurzeln zur Folge
haben.
Auch unter
schwierigen Bedingungen gedeiht die Sansevieria trifasciata rasch. Sobald die
von unten durchtreibenden Jungpflanzen drohen, das Gefäß zu sprengen, muss
umgetopft werden.
Das Gewächs kann
leicht geteilt werden: der Wurzelballen muss nur in zwei gleich große Stücke
geschnitten werden, und er muss mindestens einen Tag lang an einem warmen Ort
getrocknet werden, damit die Schnittstellen im neuen Gefäß nicht zu faulen
beginnen.
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