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Bogenhanf (Sansevieria trifasciata) PDF Drucken E-Mail
30.04.2006
Bogenhanf (Sansevieria trifasciata)Der Bogenhanf ist Mitglied der Agavengewächse und trägt den Beinamen „Zimmerheld“. Diese Pflanze hält nicht nur wochenlange Trockenheit, sondern auch zu dunkle Standorte oder generell unzureichende Pflege aus. Der deutsche Beiname rüht daher, dass aus den dicken Fasern der wasserspeichernden Blätter Bogensehnen erzeugt wurden. Im Handel findet sich ein Angebot an vielen verschiedenen Sorten der Sansevieria trifasciata.

Beschreibung

Die Blätter des Bogenhanfs sind schwertförmig, bilden eine Rosette und haben hellgrüne Flecken.
Die Pflanze wird bis zu 1 m hoch. Die Blüten verströmen einen starken Duft und sind gelblich. Die
Pflanze kommt allerdings nur selten zur Blüte. Der Bogenhanf enthält giftige Saponine. Die Symptome einer Vergiftung sind Übelkeit und Erbrechen sowie Krämpfe und Durchfall. Die Giftstoffe sind auch in der Lage das Blut zu zersetzen. In Tierversuchen hat die Pflanze auf Ratten und Mäuse tödlich gewirkt.

Herkunft

Der Bogenhanf ist Mitglied der Agavengewächse und kommt aus dem tropischen Westafrika. Die Pflanze wird vielfach auch im deutschen mit ihrem wissenschaftlichen Gattungsnamen bezeichnet, ein weiterer Name ist Bajonettpflanze. Den Gattungsname Sanseveria erhielt das Gewächs zu Ehren von Fürst Raimond v. Sanseviero (1710-1771). Der Artname trifasciata heißt dreigebündelt, weil jeweils 3 Blätter zusammen einen Sproß bilden. Der Name Bogenhanf rührt daher, weil die Pflanze früher zur Herstellung von Bogensehnen verwendet wurde.

Standort

Dem Bogenhanf ist die direkte Sonneneinstrahlung nicht so verträglich, zu dunkel sollte der Standort aber auch nicht sein. Um einem Faulen der fleischigen Wurzen vorzubeugen, sollte das Gewächs an kühleren Plätzen deutlich trockener gehalten werden. Eine kräftige Erde hat er besonders gerne, in der auch Lehm und Zusätze wie Bimsstein sein können.

Damit die Sansevieria trifasciata prächtig gedeihen kann, sollte die Raumtemperatur 20° C betragen. Fällt die Temperatur unter 12° C, kann bei der Pflanze Fäulnis einsetzen. Der Bogenhanf sollte vor kaltem Zug durch Ritzen an den Fenstern bewahrt werden.

Pflege

Beim Gießen sollte es vermieden werden, der Pflanze zuviel Wasser zuzuführen - sie kommt mit Trockenheit ohne weiters zurecht. Zwischendurch sollte der Staub von den Blättern entfernt werden - dies lässt sich am besten durchführen, indem man die Blätter einfach in der Dusche oder Badewanne abwäscht. Während der Wachstumsphase des Bogenhanfes - von März bis Oktober - sollte er regelmäßig gedüngt werden. Beim Düngen ist darauf Acht zu geben, dass nicht auf trockene Wurzelballen gedüngt wird - das kann Verbrennungen an den Wurzeln zur Folge haben.

Auch unter schwierigen Bedingungen gedeiht die Sansevieria trifasciata rasch. Sobald die von unten durchtreibenden Jungpflanzen drohen, das Gefäß zu sprengen, muss umgetopft werden.

Das Gewächs kann leicht geteilt werden: der Wurzelballen muss nur in zwei gleich große Stücke geschnitten werden, und er muss mindestens einen Tag lang an einem warmen Ort getrocknet werden, damit die Schnittstellen im neuen Gefäß nicht zu faulen beginnen.

Letzte Aktualisierung ( 31.05.2006 )
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