|
Drachenbaum (Dracaena draco) |
|
|
|
|
31.05.2006 |
Der Drachenbaum (Dracaena), mitunter auch Drazäne genannt, ist überaus beliebt und weit verbreitet. Vor allem in eher modern eingerichteten Wohnungen und in Büros macht er ein gutes Bild. Er ist ein Raumluftverbesserer ersten Ranges. Für den Anfänger bringt er auch den Vorteil mit sich, dass er sehr pflegeleicht und kaum umzubringen ist. Den Drachenbaum gibt es in zahlreichen Varietäten und Größen zu kaufen.
BeschreibungDer Drachenbaum gehört nach neusten Erkenntnissen zur Familie der Mäusedorngewächse (Ruscaceae) und hat einen
hellbraunem bis grauen Stamm, an dessen oberen Ende die Blätter palmartig herauswachsen. Jüngere Äste sind regelmäßig geringelt,
wobei diese Ringe ursprünglich durch die Blattscheiden von mittlerweile
abgefallenen Blättern bedingt sind. Die langen überhängenden Blätter
sind dunkelgrün, wobei es auch Dracaena-Sorten mit rotem Rand oder
hellen Längsstreifen gibt.
Sie sind radial um einen Trieb angeordnet. Bei Licht- oder Wassermangel
fallen die untersten Blätter ab. Er wächst sehr zügig und wird mittlerweile recht preiswert angeboten.
HerkunftDie Heimat des Drachenbaumes sind die kanarischen Inseln, wo er an die 20 Meter Höhe erreichen kann. Der Name Drachenbaum rührt daher, dass man der Sage nach, wenn man einem Drachen den Kopf abschlägt, mehrere nachwachsen. Beim Drachenbaum ist es ähnlich: Wenn ein Trieb abbricht, so bilden sich normalerweise 2 neue aus. Zudem ist der bei Verletzungen austretende Saft rot, was man
als Drachenblut interpretieren kann.
StandortEin heller, nach Gewöhnung gern auch sonniger Standort ist ideal. Der
Drachenbaum toleriert aber auch Halbschatten und sogar Vollschatten,
kann also auch an relativ dunklen Orten kultiviert werden. Aber nicht
jede dunkle Ecke ist als Standort geeignet: Mehr als 700 Lux müssen es
schon sein, und dies ist z.B. in einem dunklen Flur nicht unbedingt
gewährleistet. Die Triebspitze orientiert sich am Licht und wächst in
die Richtung der maximalen Beleuchtungsintensität. Vor allem jene Varianten mit buntem Laub brauchen einen etwas helleren Standort als jene mit grünen Laub. Ein allgemein schlechtes Aussehen ist meist auf einen zu dunklen Standort zurückzuführen. Die ideale Wachstumstemperatur liegt bei 20 bis 22 °C. Sollte der Drachenbaum im Freien stehen, so darf die Temperatur niemals unter 10 °C fallen.
PflegeDer Drachenbaum benötigt nicht sehr viel Wasser und übersteht auch
Trockenperioden relativ unbeschadet; mit Gelbfärbung und anschließendem
Blattfall der untersten Blätter muß man dann aber rechnen. Ideal ist
die Tauchmethode, bei der der Topf solange in Wasser getaucht wird, bis
keine Luftblasen mehr aufsteigen. Sodann läßt man das überschüssige
Wasser ablaufen und stellt dann die Pflanze wieder an den
ursprünglichen Ort. Erneut gegossen wird erst dann, wenn das Substrat
ziemlich trocken geworden ist. Das kann im Winter, abhängig von der
Topfgröße und den Umgebungsbedingungen, mitunter mehrere Wochen dauern. In jedem zweiten Jahr braucht der Drachenbaum einen neuen Topf, er liebt eine humose, lockere Erde.
Arten und Sorten
Zur Gattung Draceana gehören ungefähr 150 Arten. Als Zimmerpflanzen eigenen sich vor allem folgende Sorten:
- Draceana deremensis
- 'Warneckii'
- 'Janet Craig'
- 'Bausei'
- 'Compacta'
- 'Lemon Lime'
- 'Lemon Surprise'
- 'White Surprise'
- 'Kanzi'
- 'Malaika'
- Draceana fragrans
- 'Knerkii',
- 'Lindenii',
- 'Massangeana',
- 'Rothiana',
- 'Stedneri',
- 'Victoria'
- Draceana marginata
- Draceana reflexa
- 'Song of India'
- 'Song of Jamaica'
|
|
Letzte Aktualisierung ( 17.08.2006 )
|